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15. LANDESROCKFESTIVAL M-V
Injustice gleich mit 2 Preisen ausgezeichnet
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Nachdem sich um 20 Uhr die Pforten des MAU öffneten und der Rostocker MAU-Club innerhalb einer Stunde allmählich gefüllt war, betraten kurz nach 21 Uhr Burnin’ Blankets als Opener die Bühne. Die ursprünglich aus Wismar stammende Band hatte nicht nur mit Nervosität zu kämpfen, sondern leider mit auch einem durchwachsenen Sound. Was die Alternativrocker aber nicht davon abhielt, kräftig in die Saiten zu hauen. Dass die Jungs und ihre Songs dann schon mal Erinnerungen an die legendären Nirvana weckten, ist nicht von der Hand zu weisen.
„I wanna rock“ gaben wenig später Iron Horses allen Anwesenden zu verstehen. Die Kröpeliner Metalband legte eine derartig energiegeladene Show aufs Parkett, dass das Publikum total ausflippte und mit Schlachtrufen ihre Helden anfeuerte. Die eisernen Pferde hatten gleich den eigenen Fanclub eingepackt, der ordentlich Rabatz machte und die Metalmähnen zum Schwingen animierte.
Auch die Stimmungskanonen von Kudde und die Kudders präsentierten sich und ihre Hits vom Allerfeinsten. Dabei wusste das Trio genau, die Menge mit dem außergewöhnlichen Musikstil Shanty’n’Roll für sich zu begeistern. Maritime norddeutsche Volkslieder in Rockmanier – eine bisher seltene Gattung, die Karl Bautermann, Käpt’n Bass und Knurrig zumindest an diesem Abend salonfähig machten.
Auftritt Nummer 4 absolvierte ebenfalls ein Trio, allerdings in einer völlig anderen Musikrichtung ansessig – die Deadstars. Alternativ, Drum’n’Bass und Discopop im Stile ihrer britischen Vorbildband Muse war das, was die Rostocker Jungs der Zuhörerschaft präsentierten. Obwohl der Auftritt der Deadstars im Vergleich zu den Vorgängerbands insgesamt etwas gemäßigter, jedoch nicht minder elektrisierender verlief, überzeugten sie die Jury erfolgreich. So dass am Ende ein guter 3. Platz für Steffen, Hannes und Kohle raussprang.
Die bereits Wettbewerb erfahrene Kombo Passing Craze transportierte während ihrer Show zwar auch eine Menge Freude an der Musik, konnte beim Landesrockfestival jedoch keine Platzierung in den obersten Rängen ergattern. Die charismatische, energievolle Frontfrau hatte sichtlich Spaß auf der Bühne und versuchte das Publikum immer wieder zu animieren. Konnte dieses allerdings nur teilweise mitreißen, da die Konkurrenz im Hardrock/Metal Bereich mit den Iron Horses und den letzten Teilnehmern – Injustice – zu groß war. Mit eher sachtem Rock, Pop und Funk konnten Passing Craze die harten Jungs und Mädels im Raum nicht bekehren.
Stichwort harte Jungs: Highlight und Abräumer des Abends waren eindeutig Injustice, die als letzter Act die große Ehre hatten, den Fans und Gästen noch mal so richtig einzuheizen. Schon vom ersten Ton an, rasstete die Menge komplett aus und machte es ihren Favouriten wahrlich nicht schwer, eine gewohnt explosive Show zu spielen. Schmetternde Gitarren, headbanging, aber auch Blut, Schweiß und Tränen! So manch einer kam nicht ganz unversehrt aus der tobenden Masse.
Die Lokalmatadore kamen als Topkandidat und gingen, wie erwartet, als glorreiche Sieger aus dem Abend. Nicht nur die Jury zeichnete Injustice mit dem 1. Preis aus. Dank zahlreicher treuer Fans, die fleißig für ihre Helden voteten, gewann das Rostocker Qiuntett auch den Publikumspreis.
Doch auch die Band Freispringer soll an dieser Stelle nicht vergessen werden zu erwähnen. Während der Juryberatung versüßten die Jungs aus Sachsen-Anhalt demjenigen Publikum, das bis zum bitteren Ende durchhielt, die spannenden letzten Minuten bis zur großen Entscheidung. Die Band rockte noch mal so los, dass Sänger und Gitarrist Tom sich die Kleider vom Leib riss und der weiblichen Fangemeinde einen Blick auf seinen nassgeschwitzten Oberkörper gewährte.
Text: Altmut Fischer / FSJ Kultur
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