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| DER NETZWERKGEDANKE |
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Vor diesem Hintergrund war intensive Recherche der erste Schritt von Jugendkulturnetz, um herauszufinden, wer auf der weit gefächerten Ebene von Musikarbeit initiativ und aktiv ist.
Neben den etablierten Strukturen in allen neuen Bundesländern - zumeist bestehend aus Landesmusikräten, LKJs (Landesvereinigungen Kultureller Jugendbildung), LAGs (Landesarbeitesgemeinschaften) oder der Soziokultur - existieren zahllose kirchliche oder private Vereinigungen der nichtkommerziellen Musikförderung. Die Bandbreite ist dabei enorm: von Pfadfindern über freie Radios bis hin zu Vereinen, die sich um Übungsräume und Bandwettbewerbe kümmern. Gemeinsames Ziel all dieser Menschen ist es, Musik und somit Kreativität, Austausch und Toleranz zu fördern.
Allein in puncto Bandwettbewerbe ist es eindrucksvoll zu sehen, wieviele Gruppen von Menschen es auf unterschiedliche Art und Weise schaffen, hochwertige Veranstaltungen mit Musikern, die ganz am Anfang ihrer Karriere stehen, entwickeln und etablieren zu lassen.
Die Beatzentrale aus Sachsen, Rock It mit dem Thüringen Grammy, der Brandenburgische Rockmusikerverband, die LAG Rock/Pop MV, um nur ganz wenige zu nennen, machen oder beteiligen sich an Bandwettbewerben und lassen so Strukturen wachsen, die in sich veritable Netzwerke sind…
Als prominentes Beispiel möchten wir an dieser Stelle Local Heroes nennen. Local Heroes ist in der Beteiligung von Bands, der Vielzahl der Veranstaltungen und der Menge der beteiligten Akteure (Vereine, Initiativen, Gruppen, Einzelpersonen) Deutschlands größter Bandwettbewerb. Wichtig dabei: kein kommerzieller Gedanke ist vordergründig – keine Sponsoren bewerben sich direkt, sondern es geht den Initiatoren genau um das, was Local Heroes leistet: Musik als Maß für Toleranz und Spaß.
Und genau in diesem Punkt zeigt sich exemplarisch, wie durch ein gutes Netzwerk effektiv und produktiv gearbeitet werden kann und Ziele erreicht werden, die sowohl wirtschaftlich interessant, als auch politisch und sozial notwendig sind. Gerade in Zeiten, in denen das isolierte Herumhängen vor den verschiedensten Konsummedien für viele Jugendliche Freizeitbeschäftigung Nr. 1 ist, und in einigen Gebieten massiv „aktive“ Jugendarbeit von rechtsradikalen Parteien und Vereinigungen geleistet wird, sehen wir es als wichtig an, dem auf allen Ebenen ein Netzwerk entgegenzustellen, dass Toleranz, Kreativität und demokratisches Handeln und Bewusstsein fördert.
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