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Einen Schwerpunkt bzw. Handlungsansatz in der Zusammenarbeit bildet z.B. die kulturpolitische Bildungsarbeit für die Akteure und jungen Menschen, die Musik machen. Hier geht es darum, deren Rolle als Multiplikatoren zu stärken. So kann Jugendkulturnetz in den neuen Bundesländern einen sinnvollen Beitrag gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit leisten und zur Förderung einer zivilgesellschaftlichen, demokratischen Mitte beitragen. Denn: die rechte Musikszene ist nach wie vor stark, deren Strategien progressiv und ihre Werbeaktionen (vor allem über Musik) erfolgreich – Jugendkulturnetz sieht hier unbedingten Handlungsbedarf!
Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, Jugendarbeit, Kulturarbeit und Bildung miteinander zu verknüpfen und das Querschnittsthema Popularmusikförderung auf gleiche Augenhöhe in den Förderbereichen zu rücken. Jugendkulturnetz kann dabei Akteure und Träger dieser Bereiche in der Begleitung und Förderung der Rock- und Popularmusik beratend und qualifizierend unterstützen.
Zusätzlich soll über eine breite und sichtbare Vernetzung eine Schnittstelle zur Musikwirtschaft verstärkt bzw. geschaffen werden.
Jugendkulturnetz arbeitet in den neuen Bundesländern – regional wie auch länderübergreifend. Anfang 2004 wurde das Projekt in Mecklenburg-Vorpommern (Rostock) initiiert, ist seitdem dort aktiv und hat sich in der Kultur- und Musiklandschaft des Bundeslandes etabliert. Weil die Situation und der Bedarf an Vernetzung in den anderen Bundesländen im Osten ähnliche wie in Mecklenburg-Vorpommern sind, wurde das Projekt 2005 erweitert. Mit der Einrichtung des zentralen Koordinationsbüros in Berlin sowie vier weiterer Koordinationsstellen in Brandenburg (Potsdam), Sachsen-Anhalt (Salzwedel), Thüringen (Weimar) und in Sachsen (Dresden) wurde der Grundstein für die Netzwerkarbeit gelegt.
In den Koordinationsbüros des Jugendkulturnetzs laufen die Fäden des Projektes zusammen. Hier werden Informationen zu den Strukturen in den Bundesländern vermittelt sowie Rede und Antwort zu relevanten Themen der Popmusik- und Nachwuchsförderung gestanden.
Die Koordinationsstellen sind wichtig – doch gerade die vielen wichtigen Akteure in den Ländern, deren hauptsächlich ehrenamtliche Arbeit in Übungsraumoffensiven, Bandwettbewerben, Technikbeihilfen, Medienprojekten oder Veranstaltungen unersetzlich ist, machen den Charakter des Jugendkulturnetz in den neuen Bundesländern aus – und machen den Netzwerkgedanken des Projektes greifbar.
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