PRESSEMITTEILUNG
21.06.2006
1. Thüringer Bandforum am 17. und 18. Juni ein voller Erfolg

Das 1. Thüringer Bandforum bot jungen Bands und Musikern die Möglichkeit an einem Wochenende theoretische und praktische Kenntnisse für ihre musikalische Entwicklung zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Initiiert wurde das Bandforum durch das Jugendkulturnetz Thüringen und gefördert durch das Thüringer Innenministerium.

Workshops, Seminare und Gespräche am ersten Tag wurden mit der praktischen Anwendung dieser gesammelten Eindrücke und Erkenntnisse am zweiten Tag in Form eines Open Air Konzerts kombiniert.

22 junge Musiker trafen sich am Samstag in den Räumlichkeiten von Radio F.R.E.I. in Erfurt, um sich mit den Themen Rechtsrock, das Bandfoto, Radio-Interview und Band-Coaching zu beschäftigen. Die Referenten Stefan Heerdegen und Uwe Schubert von „Mobit – Mobile Beratung in Thüringen für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ aus Gotha begannen mit ihrem Vortrag: Rechtsrock – Jugendkultur und Rekrutierungsmittel. Durch Hörbeispiele, Literatur, Bildmaterial und CD´s lieferten sie einen gleichermaßen interessanten wie erschreckenden Einblick in die Geschichte und Gegenwart rechter Musik und ihrer Codes. Anschließend entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über z.B. die Schulhof CD.

Steffi Loos, Fotografin aus Erfurt hatte vorab mögliche Foto Shooting Locations im Radius von Radio F.R.E.I. abgesucht und diskutierte mit jeder einzelnen Band die Herangehensweise und mögliche Umsetzung der Ideen und Assoziationen von Ihr mit den Ansprüchen und Wünschen der Musiker. Dabei entstanden tolle Bilder, die für eine junge Band zur Bewerbung für Auftritte oder die Lokalpresse essentiell wichtig sind.

Andre Neumann, Moderator der Sendung „Plektrum – Radio für Newcomer“ auf Radio F.R.E.I. führte mit jeder Band ein ca. 15 minütiges Interview und gab den Bands die Möglichkeit ihr können mit einem live gespielten Akustik-Song zu beweisen. Die Interviews und das eingespielte Stück werden im Radio gesendet und jede Band bekam einen Mitschnitt zur Analyse auf CD. Nach den Interviews erhielten die Musiker noch hilfreiche Tipps für die nächsten Interviews.

Marcus Horn von der Music Arts School in Erfurt ist seit Jahren Lehrer und Schlagzeuger. Er legt höchsten Wert auch immer selbst live in Bands zu spielen, um nah an der Szene zu bleiben. Durch seine vielfältigen Kontakte und jahrelange Erfahrung auf, vor und hinter der Bühne, konnte er unzählige Tipps und Hinweise an die jungen Musiker weitergeben und einige Kontakte für die Zukunft knüpfen.

Am zweiten Tag des Bandforums gestalteten die teilnehmenden Thüringer Newcomerbands Proxima, Fungus Red, Sinus, Under Burnung Skin und Nailpolish bei strahlendem Sonnenschein einen tollen Nachmittag mit Open Air Livemusik im Rahmen des Krämerbrückenfestes. Unterstützt wurden sie dabei durch die helfenden Hände des Music-College Erfurt e.V. und wurden fotografiert von Petra Schumann von Rock it e.V., dem Landesrockverein Thüringen. So arbeiteten verschiedene Thüringer Institutionen aus dem Newcomerbereich gemeinsam Hand in Hand. Zwischen 12 und 18 Uhr spielten die Bands vor bis zu 300 Gästen im Biergarten des Studentenzentrums Engelsburg. Ein schönes Finale des Bandforums das alle Beteiligten, Zuschauer wie Bands begeistern konnte und auf eine Fortsetzung 2007 hoffen lässt.

Die Förderung des Thüringer Innenministeriums hat zum Gelingen des Bandforums ganz entscheidend beigetragen, da die Teilnahme am Forum für die jungen Menschen dadurch kostenlos möglich wurde.

Druckfähige Fotos zu den:
Workshops
Ergebnissen aus dem Fotoworkshop mit Steffi Loos
und Livebilder vom Hof der Engelsburg
finden Sie frei zum Abdruck im Internet unter www.plektrum.net/bandforum

Ansprechpartner:
Andre Neumann
Tel: 0361 - 541 9999
E-Mail: andre.neumann@jugendkulturnetz.de
PRESSEMITTEILUNG
05.12.2005
Pop is in the Air und die Zukunft der Nachwuchsmusik
„Jugendkulturnetz in den neuen Bundesländern“ und Initiativen unterschreiben Kooperations-vertrag

Kennen Sie Radio Lotte in Weimar, Aktion Musik aus Magdeburg oder die Beatzentrale mit Sitz in Dresden? Wissen Sie, was die LAG Soziokultur Brandenburg oder die LAG Rock & Pop MV alles machen?

Diese Vereine, deren Schnittmenge die Arbeit mit (populärer) Musik ist, haben am 01. und 02. Dezember 2005 einen gemeinsamen Kooperationsvertrag unterzeichnet – in Rostock und somit dem Ort, an dem 2004 das Projekt „Jugendkulturnetz MV“ durch die LAG Rock & Pop MV e.V. initiiert wurde. Im Namen vieler anderer Akteure wurde damit der Grundstein für das Projekt „Jugendkulturnetz in den neuen Bundesländern“ gelegt.

Gegenwärtig sind die wichtigen Initiativen der Rock- und Popularmusik in den neuen Bundesländern weder auf Länderebene noch über die Landesgrenzen hinaus ausreichend vernetzt. Aufgrund dieser Situation verfolgt das „Jugendkulturnetz“ das Ziel, unterschiedlichste, bereits bestehende Musikinitiativen miteinander zu vernetzen und nachhaltige Kooperationen zwischen den Akteuren zu ermöglichen. Mit der Projektausrichtung versucht das „Jugendkulturnetz“, einen Brückenschlag zwischen Jugendarbeit, Kulturarbeit und Bildung zu schaffen und die Popularmusikförderung ins Blickfeld von Kultur und Wirtschaft zu bringen.

Die Handlungsansätze haben auch in Anbetracht der unverändert starken rechten (Musik-)Szene und ihrer „Werbe“-Aktionen, wie bspw. der im September 2005 erneuten Verteilung der Schulhof-CD, eine große Bedeutung. Das „Jugendkulturnetz in den neuen Bundesländern“ – gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen von Civitas – kann als eine wirksame Struktur im Sinne eines Kompetenznetzwerkes verstanden werden. Durch gemeinsame Aktivitäten im Musikbereich versucht das „Jugendkulturnetz in den neuen Bundesländern“ eine Stärkung der zivilgesellschaftlichen, demokratischen Mitte zu fördern.

„Jugendkulturnetz in den neuen Bundesländern“ hat sein Büro in Berlin und ist damit als Anlauf- und Koordinationsstelle zentral erreichbar. Mit den KoordinatorInnen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen beginnt jetzt die eigentliche Arbeit.

Musik ist wichtig. Musik transportiert Inhalte. Musik ist Lebensgefühl. In Zeiten, in denen wieder viel „von rechts“ über Musik kommt, gilt es, zusammenzurücken und die demokratische Szene zu stärken.
Jugendkulturnetz wird einen Beitrag dazu leisten!


Ansprechpartnerin:
Ulrike Kloss
Tel: 030 - 86879330
E-Mail: ulrike.kloss@jugendkulturnetz.de
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