PROJEKTBESCHREIBUNG
JUGENDKULTURNETZ IN DEN NEUEN BUNDESLÄNDERN
Jugendkulturnetz kann dort sein, wo Leute Musik machen und einen Ort gefunden haben, an dem sie proben, zusammenkommen und miteinander aktiv werden können. Dort wo ein kreatives Umfeld entstanden ist, in dem junge Menschen wirken und die Szene aktiv ist. An Stellen, wo Neues entsteht – überall dort, wo Kultur ist.

Das Projekt Jugendkulturnetz in den neuen Bundesländern, von CIVITAS gefördert, möchte Akteure und MusikerInnen der nicht-kommerziellen Musikszene unterstützen und nachhaltig stärken. Es gibt viele wichtige Initiativen, die interessante und vielseitige Arbeit "an der Basis" leisten, die aber zumeist kaum bis gar nicht zusammenarbeiten oder vernetzt sind. Diese Lücke der Vernetzung gilt es zu schließen. Genau an dieser Stelle greift Jugendkulturnetz: Kommunikation und gemeinsame Projekte unter den Akteuren sollen forciert, Bedarfe ermittelt und wirksame Strukturen - im Sinne eines Kompetenznetzwerkes - aufgebaut werden.

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Julia Bonk: LINKE wollen verbesserte Pop-Musik-Förderung in Sachsen
Wettbewerb zum Thema „Zeitgeist drehen!“
Julia Bonk, 22-jährige Abgeordnete der LINKEN im Sächsischen Landtag, erklärte heute vor Journalisten in Dresden zur Forderung der LINKEN nach verbesserter Jugendmusikförderung:

Jugendliche definieren und organisieren sich in besonderer Weise über Jugendkulturen, die auf Musik, Lebensgefühl, Einstellung und Erwartung an die Gesellschaft und das eigene Leben beruhen. Angesichts vereinfachter technischer Möglichkeiten („das Orchester im Computer“) betreiben viele junge Menschen eigene Musikprojekte. Wenn man anerkennt, dass Jugendkultur Ausdruck von Lebensstil darstellt, muss man Jugendliche zum einen in ihrer Selbstorganisation unterstützen und, wenn man sie erreichen will, auch auf diesem Feld ansprechen.

DIE LINKE im Sächsischen Landtag will an die guten Erfahrungen des „Strukturprogrammes Rock zur Förderung der Rockkultur im Freistaat Sachsen“ (1992-2002), welches bedauerlicherweise eingestellt wurde, anknüpfen und eine zentrale Stelle als Ansprechpartnerin für junge Künstler/innen und zur Koordination zwischen Künstler/innen, Kulturarbeit und Labels („Pop-Büro“) schaffen. Dafür sollen im Rahmen einer Ausschreibung ein Konzept und geeignete Träger/innen gefunden werden. Auch Erfahrungen andere Länder, wie z. B. des Pop-Büros Baden-Württemberg sollen genutzt werden.

Die Linksfraktion leistet mit ihrem Wettbewerb „Tape it“, der bis zum Jahresende läuft, einen eigenen Beitrag zur Jugendmusikförderung. Die Teilnahmekarten werden derzeit landesweit verteilt, außerdem weisen Plakate und Plektren (siehe Anhang) auf den Wettbewerb hin, dessen Motto lautet „Zeitgeist drehen!“ Der erste Platz ist mit 1.000 Euro dotiert, für den 2. und 3. Platz gibt es jeweils 500 Euro.

Steffen Peschel von der Beatzentrale Sachsen: Was bisher fehlt, ist Kontinuität und Vernetzung. Wir können derzeit keine Projekte mehr anbieten, weil sich die Beteiligten verausgabt haben – reine Projektförderung, die nur 30 Prozent der tatsächlichen Projektkosten deckt, reicht nicht aus. Wirtschaft, Politik und Kultur in der Verknüpfung wie beim Pop-Büro Stuttgart wären eine gute Grundlage für unsere Arbeit.

Sebastian Schwerk, Projektleiter der Scheune-Akademie: In Sachsen leben mehr als doppelt so viel Einwohner wie in Hamburg, aber dort gibt es fünf Mal so viele Musikverlage. Der Imagefaktor der Stadt zieht viele Leute von hier ab. Die Musiker wollen nicht ihre Gitarre bezahlt bekommen, sondern nachhaltige Förderung von Unternehmen, die Bands unterstützen, und Auftrittsförderung für sächsische Bands in Sachsen. Ich würde mich freuen, wenn Musikjournalisten beim Rundfunk wieder den Ehrgeiz entwickeln, Nachwuchstalenten zum Durchbruch zu verhelfen. Insbesondere der MDR muss endlich seiner Verantwortung für junge sächsische Musiker nachkommen und/oder lokale Sender ausbauen.

Kontakt:

Marcel Braumann

Pressesprecher

Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag

Bernhard-von-Lindenau-Platz 1

01067 Dresden

Tel.: (0351) 493 5823

Fax: (0351) 496 0384

Handy: 0171 / 89 83 985

Mail: Marcel.Braumann@slt.sachsen.de
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