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MONIKA GRIEFAHN
Sprecherin der SPD-Fraktion für Kultur und Medien und Schirmherrin von "Music is my first love"
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Jugendkulturen sind ein sehr wichtiger und zu fördernder Teil unserer Gesellschaft. Sie werden von Mode, Kunst, Literatur und vor allem von Musik beeinflusst und beeinflussen wiederum diese. Erst der Beitrag der Jugendkultur bringt die gesamtgesellschaftliche Kultur zu ihrer spannenden Vielfalt, hält sie frisch und interessant. Noch vielfältiger und kreativer werden die künstlerischen Produkte durch Zusammenarbeit und den regen Austausch zwischen einzelnen Akteuren und Projekten. Genau das fördert das Jugendkulturnetz, wodurch es ein wichtiger Teil des Ganzen wird. Es vereinfacht die Kommunikation, schafft wirksame Strukturen und vereinfacht so gemeinsames Handeln. Nicht zuletzt die Zunahme der Aktivitäten in der Rechtsrockszene in den neuen Bundesländern ist ein wichtiger Grund für stärkeren Zusammenhalt derjenigen, die Jugendkultur als ihr Lebenselixier in einer demokratischen Gesellschaft erfahren.
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CLAUDIA ROTH
Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen
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Liebe Freundinnen und Freunde vom Jugendkulturnetz,
die Arbeit, die Ihr leistet, beeindruckt mich sehr. Euer Engagement gegen den „Rechtsrock“ ist vorbildlich. Es geht doch nicht an, dass wir einfach zusehen, wenn Neonazi-Bands junge Menschen mit Hassbotschaften überziehen und den Soundtrack liefern zu rassistischer und fremdenfeindlicher Gewalt. Dagegen müssen wir uns gemeinsam wehren – und Euer Beitrag dazu hat Gewicht!
Unterstützung und allen Respekt verdient auch Eure Arbeit mit Bands und jungen Musikerinnen und Musikern, die selbstbestimmt und kreativ etwas auf die Beine stellen. Als alte Musik-Managerin fühle ich da gleich ein bisschen Heimweh – nach den Proberäumen, den Aufnahmesessions, den Konzerten, nach dem Leben mit Rio Reiser und den „Scherben“ in den frühen 80er Jahren, nach dem Bandbus auf Tournee ...
Gute Jahre mit dem Rock´n´Roll wünscht Euch
Claudia Roth
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NIELS ANNEN
MdB, Mitglied im SPD-Parteivorstand
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Wenn in weiten Teilen Ostdeutschland es "cool" zu sein scheint, eine rechtsextreme Gesinnung zu haben, wenn rassistische und neonazistische Musik über den Weg der NPD-Schulhof-Aktion plötzlich die Clubs und Partys von Jugendlichen bestimmt, dann wird klar, wie wichtig es ist über die Mittel von Kunst und Musik eine demokratische Gegenkultur aufzubauen. Wenn vielerorts nur noch rassistische Bands den musikalischen Geschmack von Jugendlichen prägen, ist es längst an der Zeit zu zeigen, dass die Welt so viel bunter und schöner ist als braun.
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KAI GEHRING
Jugend- und hochschulpolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion
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Für mich bedeutet Jugendkultur Vielfalt und Kreativität, Teilhabe und Chancen. Das Jugendkulturnetz ist „best practice“ – es fördert echte Beteiligung und demokratische Kultur. Demokratiefeindliche und rechte Gruppen werden auf diese Weise zurückgedrängt.
Mein Credo: Jugendlichen die gegen Rechts aktiv werden, muss Politik ideell und finanziell unter die Arme greifen. Alles andere wäre kurzsichtig und unverantwortlich.
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LYDIA WESTRICH
MdB, Mitglied der Enquête-Kommission "Kultur in Deutschland"
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Die engagierte Jugendmusikszene drückt das Lebensgefühl der jungen Generationen aus. Wer Musik macht, bekommt neben dem Spaß (und vielleicht Erfolg) Selbstbewusstsein und formuliert seine kulturelle Identität.
Eure Arbeit hilft den Jugendbands sich über ihre Musik zu definieren und eine eigenständige Kultur zu schaffen.
Wer eigenständig ist hat den Bauernfängern etwas entgegenzusetzen: seine eigene Identität.
Wo Musik spielt, soll auch Kreativität, Courage und Demokratie sein.
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PROF. KLAUS STAECK
Präsident der Akademie der Künste & Plakatkünstler
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In vielen meiner Plakate setze ich mich mit Problemen junger Menschen auseinander und frage mich dabei, was die Ursachen für Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Rechtsextremismus sind.
Bis heute habe ich keine wirkliche Erklärung dafür, aber ich weiß, dass Eure Initiative hilft, kurzschlüssiges und rassistisches Denken und Handeln zurück zu drängen, dass Ihr mit Eurer Musik und Euren Ideen dazu beitragen könnt, die Leere und Langeweile aus dem Leben junger Menschen zu vertreiben. Ihr traut Euch und anderen etwas zu.
Darin möchte ich Euch bestärken. Macht die Gleichgültigen und Resignierten mit Eurer Musik und Euren Veranstaltungen neugierig auf das Fremde, und fordert von uns die Unterstützung, die wir Euch zugesagt haben, immer wieder ein.
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